Die meisten Substantive besitzen eine Einzahl- und eine Mehrzahlform. Das Prinzip der Mehrzahlbildung ist relativ leicht und entspricht dem, was bereits aus den meisten europäischen Sprachen bekannt ist. Die romanischen Sprachen und Englisch hängen ein –s hinten ran, Russisch hat die Rolle des Mehrzahlbeschaffers an das i delegiert. Der Weg zur Schaffung der Mehrzahlform besteht in den allermeisten Fällen darin, dass ein –ы angehängt wird beziehungsweise, für die weibliche Form, dass das letzte –a des Wortes durch ein –ы ersetzt wird. Ein Beispiel: Aus стол wird столы und aus дама дамы. (more…)
Kaum ein Russlandreisender kommt an ihr vorbei, in der Literatur wird sie nicht nur oft erwähnt, sondern vermag auch ganze Wälzer zu füllen, und wenn der Durchschnittseuropäer, ob er nun professioneller Journalist oder neugieriger Tourist sei, sich irgendetwas in Russland nicht zu erklären vermag, bietet sie sich als stets passende Antwort an.
Bei einem derart vielschichtigen Phänomen wie der geheimnisvollen ‘‘русская душа‘‘ drängen sich, aus sprachlicher Hinsicht, gleich mehrere Fragen auf: Warum zum Beispiel spricht man immer in der Einzahl von der russischen Seele? Müssen sich all die armen Menschen in Russland eine einzige Seele teilen? Diese Frage wird wohl unbeantwortet bleiben müssen. Der Frage, welche Spuren die russische Seele in der russischen Sprache hinterlassen hat, lässt sich schon besser nachgehen. (more…)
Nominativ, Genitiv, Akkusativ, Dativ, Instrumental und Präpositiv, oder eben именительный, родительный, дательный, винительный, творительный und предложный: Die sechs Fälle sind der Dreh- und Angelpunkt des Russischen. Jeder Bereich wird von ihnen verfasst, ohne sie würde Russisch Sinn und Aussage verlieren, alles wird durchdekliniert. Es ist ein lückenloses System, in das alles eingeordnet werden kann, das tragende Gerüst der Sprache. In dieses grundlegende System der Fälle wird alles eingefügt, dekliniert werden Substantive, Adjektive, Namen, Zahlen und Ortschaftsbezeichnungen. (more…)
Russische Familiennamen sind stets zweiteilig aufgebaut: Sie bestehen aus Wurzel und Endung. Die Wurzel kann variieren, hier ist die Auswahl gross, bei den Endungen sind die Wahlmöglichkeiten hingegen stark eingeschränkt. Sie lauten meist auf –ow, -ew und -in, die weiblichen Pendants dazu sind –owa, ewa und -ina. Alle drei Endungen entsprechen der grammatikalischen Form des Genitiv Mehrzahl. Daneben existiert auch die typische Adjektivendung –ski bzw. –skaja, wie zum Beispiel im Namen Bojarski. Eine Eigenheit sind die Endungen auf –enko und –itsch: Erstere findet sich vor allem in Südrussland und der Ukraine, auf –itsch lautende Familiennamen kommen in Weissrussland gehäuft vor. (more…)
Die tiefgreifenden politischen Umwälzungen der Neunzigerjahre haben auch in der Sprache Spuren hinterlassen. Neue Wörter wie Snickers fanden Eingang in die Sprache, dafür wurden andere zu Grabe getragen. Die wohl grösste Lücke hinterlässt der Genosse, auf Russisch товарищ. Ab 1917 eingeführt, hat er sich einen festen Platz erobert- für alle Gesprächspartner vom Kleinkind an aufwärts war товарищ die bequeme, geschlechtsneutrale und unverfängliche Anrede. (more…)
Das Gespräch am besten mit einer passenden Begrüssung beginnen
Die da wären: Zunächst einmal der Klassiker здравствуйте. Wenn man mit jemandem per Du ist, reicht auch здравствуй. Mit –те am Schluss gilt es nur wenn man den Angesprochenen siezt oder wenn es mehrere Personen sind. Здавствуйте/здравствуй ist in allen Lebenslagen nie fehl am Platz, ganz egal ob man sich an einem hochoffiziellen Anlass befindet oder in einer schummrigen Kneipe einem Bekannten über den Weg läuft. Das lockere привет ist im Gegensatz dazu nur unter Freunden, in lockerer Atmosphäre, zu gebrauchen. (more…)
Urs Gisler (Jahrgang 1981) kommt aus der Region Zürich und hat durch Sprachaufenthalte in Rybinsk und St. Petersburg (bei Liden & Denz) die russische Sprache ins Herz geschlossen. Urs schreibt an dieser Stelle in unregelmässigen Abständen über Schönheiten und Tücken der Sprache Puschkins. Grundkenntnisse der russischen Sprache sind notwendig, um die kleinen Kunstwerke von Urs richtig geniessen zu können. (more…)
Paulo Renato Souza Cunha is a Brazilian student currently studying Russian at Liden & Denz St. Petersburg. He has something extraordinary to share:
Fisherman on the Neva river
I just made my month in St. Petersburg. It is such a wonderful city, indeed. One of the best places in the world to make nice pictures and catch its people feelings. I’ve been taking photos since I arrived at Pulkovo, last April. And here’s the result of my quest: Photo albums of Paulo
That’s how I see (and would never forget about) this gorgeous town.
“Mit den hohen Qualitätsansprüchen seiner Sprachschule liegt Walter Denz nun goldrichtig. «Angehörige von Botschaften, Führungskräfte von Unternehmen und Touristen aus aller Welt lernen bei uns Russisch», erzählt Denz stolz.”
“Die russische Sprache ist das eine, die russische Seele das andere: Denz’ vierwöchiger Kurs «Russisch: Kultur & Tourismus» verbindet Sprachlektionen mit Info-Seminaren. Er richtet sich an all jene, die mit Russen zu tun haben, seien es Banker, Concierges, Makler oder Flight Attendants.”